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Reviews: Nintendo 3DS

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Kirby Battle Royale

Action

19.12.2017

Autor: Lukas Strübig

 

Irgendwie scheint Nintendo gerade nicht so richtig zu wissen, was sie mit Kirby anfangen sollen. War der kleine Flummiball vor einigen Jahren noch ein innovativer Vorreiter interessanter Konzepte wie einem Garn-Grafikstil oder dem kreativen Mass Attack, packt man ihn heute einfach in jedes Spiel, in das niemand aus der Allstar-Galerie sonst herein gepasst hätte. Kirby: Battle Royale wirkt daher eher wie eine Formalität, als wie ein voller Release.

 

 

Die Hungerspiele

 

Es ist ein gewöhnlicher, sonniger Tag im Dreamland, als Kirby, wie immer unter einem Baum schlummernd, eine Einladung erhält. König Dedede veranstaltet das Battle Royale, für dessen Sieger der leckerste Kuchen aller Zeiten bereit steht. Natürlich kann Kirby da nicht widerstehen. Was er allerdings nicht weiß, ist dass König Dedede eine Maschine gebaut hat, die perfekte Kopien von Kirby herstellt, die gegen ihn antreten sollen. Die Hungerspiele mögen beginnen!

 

Es gibt einen Story Modus, doch der ist so simpel, wie es nur geht. In verschiedenen Ligen kämpft man sich dort gegen seine Kirby Klone an die Spitze. Er ist ganz niedlich, doch im Endeffekt nur ein langes Turtorial, das erst gegen Ende eine Herausforderung zu bieten weiß. Im Mittelpunkt steht eher der Multiplayer, welcher tatsächlich einen Fokus auf Online Play hat. Hier verdient man Punkte, die man in das Freischalten neuer Klassen und Kostüme investieren kann, um sich selbst abzuheben. Die Verbindung ist meistens stabil und flüssig, kann gelegentlich aber stark einbrechen. Viel schlimmer ist, dass man schon so kurz nach Launch kaum Mitspieler findet. Erfahrungsgemäß wird das mit der Zeit auch nicht besser. Zum Glück kann man genau so gut mit Bots ganze Turniere veranstalten und auch offline Punkte sammeln. So bleibt das Spiel selbst dann spielbar, wenn irgendwann die Server offline gehen. Ansonsten kann man natürlich auch direkt mit anderen Spielern per Wireless spielen, in einer abgespackten Version sogar per Download Spiel mit nur einem Modul.

 

Antreten kann man dann in einer von Zehn Disziplinen, die allesamt auf demselben Gameplay basieren. So läuft Kirby in einer Top-Down Sicht durch die Level und hat, je nach Klasse, verschiedene Kampfmoves. Hier ist auch das große Problem des Spiels: So sehr man sich Mühe gegeben hat, die Disziplinen abwechslungsreich zu gestalten, so sehr wird dieser Abwechslungsreichtum durch das einfache Gameplay untergraben. Die Aufgaben bestehen entweder daraus, Dinge in ein Ding hinein zu tun, oder sich aus unterschiedlichen Motivationen oder gegen unterschiedliche Hindernisse auf die Mütze zu geben. Dabei ist der Kampfaspekt sehr wohl auch in den Sammelspielen vorhanden, welche deutlich mehr Spaß machen. Hier ist Battle Royale am stärksten. Man sammelt wie wild um die Wette, behindert gegnerische Spieler oder versucht ihnen sogar ihre Beute aus dem Nest zu stehlen. Battle Royale bekommt in diesen Modi im kleinen Rahmen die Qualität eines Mario Kart.

 

 

Grafik und Sound

 

So spät in seinem Lebenszyklus kann Nintendo auf dem 3DS nicht mehr viel falsch machen. Kirby ist sehr dynamisch und super süß animiert, die Umgebung schön ausgestaltet, die Texturen so scharf, wie es geht und die Musik ein reiner Ohrwurm. Wirklich Besonders ist hier aber auch nichts. Das Spiel läuft flüssig, doch dafür gibt es keinen 3D-Modus. In Spielen wie den Pokémon-Teilen war dies aus technischen Gründen nicht möglich, hier sehe ich aber keinen anderen Grund dafür, als dass Nintendo dieses Feature letztendlich aufgegeben hat. Das Novum ist vorbei, viele Spieler sind nicht beeindruckt. Ich finde es schade, denn der 3D-Effekt hat die Spielwelt meist etwas plastischer und greifbarer gemacht.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.


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Fazit

In den richtigen Momenten entwickelt Kirby: Battle Royale den vollen Spielspaß eines Mario-Partyspiels. Diese Momente sind aber leider recht klein und lohnen kaum die Anschaffung. Mit seinem Fokus auf Multiplayer wäre dieses Spiel am Anfang seiner Zeit ein Dauerbrenner auf dem 3DS werden können, nun, eher am Ende, wirkt es wie ein Seitenprojekt, das es irgendwie auf den Markt geschafft hat. Es ist ein Kleinod in einer prallgefüllten Schatzkiste.

Grafik

ok

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

59%

Singleplayer

75%

Multiplayer

Release

03.11.2017

Developer

HAL Laboratory

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

2-4



Neue Wertungsskala für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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